Ein paar Informationen über die Rasse

 

Die Egyptian Mau (oder ägyptische Mau) ist die Einzige von Natur aus getupfte (spotted) Rassekatze und geht in ihren Ursprüngen auf die Katzen des alten Ägypten zurück.

 

Ihr Wesen zeichnet sich dadurch aus, dass sie liebevoll, intelligent, zärtlich, sensibel, menschenbezogen und verspielt ist. Ihrer Familie gegenüber ist und bleibt sie loyal und liebt sie intensiv bis an ihr Lebensende. Die Egyptian Mau bindet sich sehr fest an IHRE Menschen und entwickelt eine sehr starke Bindung besonders zu ihrem Lieblingsmenschen. Eine Mau ist ein Familienmitglied und möchte auch so behandelt werden.

Mau´s fordern ihre Liebe auf sanfte, aber konsequente Weise von ihrem Menschen ein. Sie sind gefühlvoll und mögen keine Zurückweisung was ihre Kuscheleinheiten angehen ^^. Sie sind sehr lernbegierig und haben ein unglaubliches Einfühlungsvermögen aber auch einen starken Gerechtigkeitsinn, wenn Ihnen eine Person schlechtes tut.

Wichtig ist hier noch zu sagen, dass die Egyptian Mau sich nicht nur sehr stark an den Menschen binden, sondern auch sehr stark abhängig von ihm sind- ohne Liebe gehen diese wunderbaren Katzen in wahrsten Sinne des Wortes ein...

 

 

 

Von Natur aus mögen Egyptian Mau Katzen nicht gerne auf dem Arm festgehalten werden (deshalb übt man dieses mit den Kitten sehr oft ^^)- dieses ist in dem Erbe ihrer Urahnin der nubischen Falbkatze begründet.

 

 

Wenn Sie sich eine Egyptian Mau nach Hause holen müssen Sie unbedingt auf deren Besonderheiten eingehen! Mit anderen Katzen verträgt sie sich sehr gut. Dabei hat sie aber ein ausgeprägtes Gefühl für "Gleichberechtigung".

 

Die Egyptian Mau ist eine mittelgroße, athletische und muskulöse Katze mit einem Gewicht von etwa 2,5-5kg, wobei die Kätzinnen in der Regel etwas kleiner und leichter sind als die Kater.

Im Rassestandard sind 3 Farbvarianten  eingetragen- Black Silver Spotted Tabby (silber mit schwarzen Tupfen), brown (black) spotted tabby (im Allgemeinen "Bronze" genannt- ein brauner Grundton mit dunkelbraunen bis möglichst schwarzen Tupfen) und Black Smoke (eine Schwarz/graue Grundfarbe durch die die weiss/silbernen Haargründe scheinen und eine Art smoke-nebel erschaffen auf dem man die schwarzen Tupfen immer noch sehen kann) und eigentlich gibt es noch die seltene Farbvariante Black (Eine Art Melanistic- je nach Sonneneinfall kann man auch hier die Tupfen noch mehr oder weniger erahnen oder gar sehen- im Gegensatz zu den Black Smokes fehlt hier der silberne Haargrund).

Die Egytian Maus gibt es nur in Spotted!

 

 

Ihr Fell ist relativ kurz und fein und die Spots/Tupfen können unterschiedlich groß und unterschiedlich geformt sein. Möglichst sollten sie willkürlich über den Körper verteilt sein und möglichst keine Streifen bilden. Die Augenfarbe soll hellgrün (stachelbeergrün) sein-die vollständige Entwicklung der grünen Augenfarbe kann bis zu 1,5 Jahren dauern. In den Augen der Mau liegt so viel Seele-jede Gefühlsregung liegt in ihnen- unglaublich wie sie alleine durch die Augen mit einem reden!

 

Typtisch ist zum Beispiel das Tabby "M" auf ihrer Stirn-direkt über den Augen- und die Mascara-Linien die von den Augenwinkeln bis zum Ende der Wange reichen sollen. In Verbindung mit diesen Merkmalen und der besonderen Kopfform und Augenstellung entsteht der für die Rasse so typische "worried/besorgt" Ausdruck. Einzigartig ^^
Ihre Ohren sollen mittelgroß bis groß sein; die Pfoten vergleichsweise oval, fein und grazil. Ein weiteres Erbe ihrer Ahnin der nubischen Falbkatze sind die im Vergleich zu den Vorderbeinen deutlich längeren Hinterbeine- was der Mau einen Leoparden-ähnlichen Gang verschafft und auch einige gewisse Möglichkeit zur Schnelligkeit und Sprungkraft mit sich bringt. 

Hier sieht man deutlich die höheren Hinterbeine

Die Geschichte der Egyptian Mau beginnt mit dem Sesshaftwerden der Menschen im alten Ägypten. Die Felderwirtschaft und das Anlegen von Kornspeichern lockte zu damaliger Zeit viele Nager an. Durch dieses Nahrungsüberangebot an Ratten siedelte sich die nubische Falbkatze an. Die Ägypter erkannten schnell, dass die Katzen die Ratten von ihrem Getreide fernhielten und schon bald fingen die Menschen an, sich diese Katzen als Haustiere zu halten. Mit der Zeit wurden sie wie regelrechte Familienmitglieder behandelt. Starb eine Katze eines natürlichen Todes, so fand eine Familientrauerfeier statt. Dieser Trauerfeier folgte das Ritual der Einbalsamierung. So etwas war neben den Katzen nur noch den Königen Ägyptens gestattet. Mit in das Grab wurden Mäuse gelegt, um der toten Katze einen guten Start in ihr neues Leben zu geben. Die Mau hatte also einen sehr hohen Stellenwert im alten Ägypten. Tatsächlich gibt es sogar mehr Katzen- als Menschenmumien.

Wie etliche Katzenrassen, die nicht allzuweit von der Wildkatze entfernt sind, befinden sich auch Egyptian Mau Kitten ab einem Alter von ungefähr 5 Wochen in der sog. Fuzzy-Phase (fuzzy=englisch für verschwommen). Dieses Stadium ist unterschiedlich lang und kann auch unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Zeichnung und Fellfarbe wirkt in dieser Zeit unscharf. Die Entwicklung der Farbe (Kontrast) und Zeichnung (Schärfe der Spots) ist erst ab einem Alter von 2 Jahren vollständig abgeschlossen. 

Der Grund für diese Phase findet sich im ursprünglichen Wildanteil der Egyptian Maus. Wildkatzen beginnen im Alter von 10 Wochen das sichere Nest zu verlassen und nehmen eininge Wochen zuvor eine unscharfe Zeichnung an, um vor Räubern gut getarnt zu sein. Auch die Egyptian Maus tragen diese Erbe noch in sich.

 

Abseits davon sei erwähnt, dass jede Katze, welcher Rasse (oder nicht) sie auch immer angehört, immer ein Individuum ist und bleibt.
Umso wichtiger ist es für mich, dass unsere Katzen einen guten und in alle Richtungen ausgeprägten Sozialisierungsprozess in ihren ersten Lebenswochen durchleben können/dürfen. Die wichtigste Prägephase bei Katzen auf ihre Umgebung findet zwischen der zweiten und siebenten Lebenswoche statt - dementsprechend gewöhnen wir all unsere Kitten besonders in dieser Zeit an alle Alltagsgeräusche, verschiedene Gerüche und den Umgang mit dem Menschen.


 

An dieser Stelle möchte ich Laurence Le Guiniec Fiere (Cattery Enneade, Frankreich) vom Herzen dafür danken, dass sie mir so viele ihrer tollen Bilder zur Verfügung gestellt hat!